Montag, 3. August 2015

*Madeira meine Perle* (August 2012)


Im August 2012 verschlug es mich nach jahrelanger Urlaubsabstinenz auf die Blumeninsel Madeira. 10 Tage ein bisschen rumlümmeln...dachte ich. :-) Aber erstmal heile landen, denn Madeira ist bekannt für eine leicht abenteuerliche Landebahn (kurz und windig). In knapp 4 Stunden Flugzeit ist man auch schon dort und siehe da, recht unspektakulär die Landung. Ab in den Bus zum Wunschort Canico de Baixo. Canico liegt etwas östlich von der Hauptstadt Funchal und ist auch nicht weit entfernt vom Flughafen.

Anlage Galosol
Pool
Ich hab mich ins Sporthotel Galosol eingebucht. Die Anlage liegt direkt an der Küste des (Unterwasser-) Naturschutzgebiets. Man hat einen herrlichen Ausblick auf den Atlantik und auch innerhalb der Anlage kann man sich nur wohl fühlen. Kein Riesenbunker in dem man sich verlaufen kann, sondern eine gut verteilte Hotelanlage, was einen schönen Flair mit sich bringt. Das Hotel verfügt über knapp 120 Zimmer, zumindest im Galosol. Die Anlage schließt sich aus 3 verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten zusammen (Galosol, Galomar und Alpino Atlantico). Das Frühstücksbuffet ist sehr vielseitig, in 10 Tagen kann man sich da schon gut durchfuttern. Die Anlage verfügt auch noch über 3 verschiedene Restaurants, aber auch im Umkreis vom Hotel findet man einige gute und günstige Restaurants, wo es auch die typischen nationalen Gerichte gibt. Mittlerweile ist Fisch von meinem Speiseplan zwar komplett verschwunden, doch wer es mal ganz exotisch mag, der sollte den schwarzen Degenfisch in Bananensauce probieren...es war "interessant". :-)
Ausblick von der "Promenade"
Yummi :-)











First steps under water :-)
:-D
No comment ;-)
Auf Madeira kam ich auch das erste Mal mit dem Tauchen in Berührung. Viele rieten mir, wenn ich mal einen Tauchkurs in Erwägung ziehen würde, sollte ich ihn doch besser in Deutschland machen, im Ausland oder im Urlaub wird man sonst nur schnell durch die
Ausbildung "durchgezogen". Das kann ich von der Tauchbasis in Canico nun gar nicht behaupten. Das Manta Diving Center liegt direkt am Hotel und man kann sie auch bequem mit einem Lift erreichen. Es war schon eine recht spontane Idee von mir, einen Tauchkurs zu machen und so war ich auch leicht nervös, als ich an der Basis am ersten Morgen ankam. Die wurde aber schnell behoben, alle in der Basis sind super gut drauf, man fühlt sich schnell wohl und hat sofort Bock auf´s Tauchen bekommen. Die Basis wird von Stefan geführt und erhielt in den letzten Jahren auch insgesamt 7mal den Award für die "Beste Basis im Atlantik", ausgestellt von der Zeitschrift tauchen. Bei aller Lockerheit und Spaß an der Sache wird die Ausbildung und Sicherheit der Schüler hier sehr ernst genommen. Die einzelnen Übungen finden sowohl im Freiwasser als auch im eigenen Salzwasserpool statt. Die Ausbildungsgruppen werden sehr klein gehalten, wir waren zu dritt. Ich hatte anfangs meine Problemchen mit dem Equipment (Wo gehört der Schlauch jetzt hin?:-)), aber hey, ist ja noch kein Meister von Himmel gefallen. Nachdem Malte (unser Lehrer) die ersten Übungen mit Maske ausblasen etc. für gut befunden hatte, durften wir dann auch das erste Mal auf  13 Meter ab ins Meer. Über meine Tarierfähigkeiten meines ersten Tauchgangs möchte ich jetzt hier nicht näher eingehen :-), aber das ist ja auch schwierig wenn man das erste Mal den Kopp komplett unter Wasser hat, atmen durch das Mundstück, Druckausgleich, dann die ersten Eindrücke unter Wasser, so´n Seepferdchen, was da auf einmal vor der Nase auftaucht...und, und, und. Leicht überfordert aber sofort verliebt...ich weiß nicht, ob ich jemals was Schöneres bis dato erlebt und gesehen habe und ich wusste, hier willste nicht mehr weg...zumindest bis die Flasche leer war. Von daher war ich am zweiten Tag schon entspannter und in freudiger Erwartung des nächsten Tauchgangs. Die Ausbildung belief sich auf vier Tage und wir tauchten hauptsächlich in der Bucht und zum Schluss auch in der Arena. Die Tauchplätze befinden sich direkt an der Basis im Naturschutzgebiet und sind bequem über verschiedene Einstiege zu erreichen. Für Anfänger wirklich super! Besonders beeindruckend sind die verschiedenen Felsformationen am Lavafinger und die kleinen Höhlen. Dort hab ich auch bisher die größten Zackenbarsche gesehen und natürlich auch wieder ganz viele neugierige Brassen. Wenn man Glück hat, kriegt man auch mal Mantas zu sehen...ich hatte leider kein Glück! Dafür gab es aber viele Barakuda-Schwärme, Muränen und Krebsarten. Nach vier Tagen war es dann geschafft und ich hatte meinen CMAS* in der Tasche, ich entschloss mich aber, den Nitrox-Kurs noch dranzuhängen. Mein erster Tauchgang als frischgebackene Taucherin war auch gleich ein Nachttauchgang am Lavafinger und jaaaa ich war schon erstaunt, was da so nachts alles aus den Felsritzen gekrochen kommt...einmalig! Ich finde, für´s "erste Mal" hätte ich mir keine bessere Basis aussuchen können!

Perfekte Tarnung





















In den ersten Tagen nach meiner Ankunft, hab ich kurz um die Ecke vom Hotel, die Agentur "Loko Loko" entdeckt, die verschiedene Outdoor-Aktivitäten rund um die Insel anbietet. Mal schauen, was Madeira neben dem Tauchen sonst noch zu bieten hat. Bei Loko Loko kann man u.a. Mountainbike- und Kletter-Touren, Paragliding, Surfen und Bootstrips zum Delphin- und Wale beobachten buchen,...das Angebot ist breit gefächert, Langeweile kommt also bestimmt nicht auf. :-) Ich entschied mich auch für eine Kajak-Tour auf dem Meer. Mal abgesehen davon, dass mir abends die Arme bis zu den Knien hingen, war es eine schöne Tour an der Küste von Canico. Schaut mal in der Agentur vorbei, wenn ihr da seid!!

 Einen Tag nutzte ich auch für eine kleine Inselrundtour mit einem befreundeten Pärchen und jaaa ich weiß, so manch einer, der mich kennt, lacht sich jetzt kapputt, aber ich war tatsächlich wandern. :-) Jetzt nagelt mich aber nicht drauf fest, welche von den zig Wanderwegen Madeiras wir gelaufen sind. Die Natur Madeiras ist neben den vielen Blumen (die allerdings im Hochsommer nicht mehr so blühen) von seinem vulkanischen Ursprung geprägt. Man kommt sich an gewissen Stellen vor wie in den Alpen. Wer hier nach langen endlosen Sandstränden Ausschau hält, sucht hier vergebens, aber Madeira ist mit seinen Ecken und Kanten so viel schöner und das dauerhaft frühlingshafte Klima, lässt es einen dort sehr gut aushalten.








Ob ich nochmal nach Madeira reisen würde...gewiss! Ich muss mir ja noch die Surf- und anderen Tauchspots anschauen! ;-)
Die Blumeninsel hat schon was!












Schaut doch mal rein auf Stefan´s Homepage vom Manta Diving Center:
http://www.mantadiving.com/

und natürlich auch bei LokoLoko ;-)
http://www.lokolokomadeira.com/de/